Döbel gesichtet: Zeigen die Renaturierungsmaßnahmen der Heller erste Erfolge?

Die Heller scheint nach den Renaturierungsmaßnahmen der letzten Jahre für heimische Fischarten wieder passierbar zu sein.  Von der Siegmündung bis zum Steilwehr in Neunkirchen wurden (fast alle) Wehre zurückgebaut sowie Spund- und Betonwände entfernt, um den namensgebenden Bach im Hellertal wieder in ein natürliches Fließgewässer zu verwandeln und die Qualität des Lebensraums in Flussbett und -ufer zu erhöhen (siehe bspw. 1, 2). Ein deutlicher – und hier noch ungewohnter – Beleg für die Durchlässigkeit bis zu unserem Abschnitt: Junge Döbel, die sich offensichtlich langsam in der Heller heimisch fühlen (siehe Titelbild; ©N.S. 20.08.2019).

Die Fischart war bis dato nicht in der vom SAV gepachteten Strecke der Heller ansässig; so ist weder eine Sichtung noch ein Fang dokumentiert. Auch könnte der rückläufige Bestand an großen Forellen im Bach ein Zeichen für den Erfolg der Maßnahme sein. Die Strukturveränderungen des Ökosystems durch den Wegfall von „Wehrgumpen“ als Einstand für größere Exemplare und die Zunahme der Fließgeschwindigkeit könnte aktuell die Zusammensetzung des Bestandes bedingen. Hier wird es sicherlich noch einige Hochwasser benötigen, bis sich neue Gumpen bilden und dadurch größere Salmoniden entsprechende Rückzugsmöglichkeiten finden.

Es bleibt spannend abzuwarten, ob weitere Fischarten die Heller hoch wandern und ob der Lachsbesatz der letzten Jahre die Chance nutzt, zum Laichen Richtung Hellerquelle zurückzukehren.

Petri Heil!

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